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Die Kunst des Loslassens

Wie gelingt es sich von festgefahrenen Verhaltensmustern zu lösen? Gewohnheiten zu überdenken und Veränderungen zuzulassen.

Lernen Radfahren

Viele Menschen tun sich im Alltagsleben schwer, Altes hinter sich zu lassen und Neues zu wagen. Bewusst oder unbewusst gibt man sich bestimmten Verhaltensmustern hin und ist in seinem Denken und Tun gefangen. Auch im Berufsleben halten wir lieber fest, selbst dann, wenn Loslassen der einzig richtige Weg wäre. Der Mensch neigt zu Gewohnheiten.

Ausdauer, Beharrlichkeit und Durchhaltekraft sind in vielen Situationen wichtige Ideale. Die Gesellschaft vermittelt diese Ideale schon von klein auf. Doch für Menschen, die zum Burnout neigen, auch eine große Gefahr mit immer mehr Energie und Engagement in den Alltag zu gehen. Krankhaftes Festhalten an unrealistischen Träumen kann sogar krank machen. Psychosomatische Beschwerden, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Depressionen, Panikattacken und Wut- und Hassgefühle können auftreten.

„Loslassen erlaubt den Aufbruch zu neuen Ufern.“

Jedes Loslassen ist zugleich ein Aufbruch zu neuen Dingen. Meist gelingt das Loslassen erst, wenn wir im Alltag anfangen, kleine Veränderungen umzusetzen. Im Verlauf eines Veränderungsprozesses muss man viele kleine Abschiede in Kauf nehmen. Zur Veränderung und Neuorientierung braucht es Mut. Eine gewisse Kunst ist es, die richtige Mischung zwischen schnellem Aufgeben und krampfartigem Festhalten zu finden. Insgesamt gibt es auch eine Belohnung: Nur wer gelernt hat loszulassen, kann gelassen werden.

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Wie gelingt das Loslassen?

Jede Situation ist individuell und sollte dahingehend betrachtet werden, ob Zwänge herrschen, die einen zu einem bestimmten Verhalten verleiten. Wie ein Dritter sollte man sich im Alltag beobachten und das Verhalten analysieren. Folgt man einem Automatismus oder kann man sich selber entscheiden?

„Was brauche ich wirklich, um glücklich und zufrieden zu sein?“

Wer bewusst lebt und immer mal wieder inne hält, stellt sich gewisse Fragen: Muss das jetzt wirklich so sein? Muss ich jetzt so reagieren und mich so verhalten? Welche Ängste hindern einen daran loszulassen? Oft sind manche Dinge heute extrem wichtig und morgen interessiert sich niemanden dafür. Deshalb sich nicht immer treiben lassen, sondern sich auch bewusst machen, dass sich die Dinge auch selbst regeln können. In der Ruhe lernt man, seine eigentlich wichtigen Bedürfnisse wahrzunehmen.

„Der Prozess des Loslassens beginnt in unserem Kopf.“

Hilfreich beim Loslassen sind auch verbindliche Termine zu setzen. Irgendwann sollte Bilanz gezogen werden. Sonst macht man sich viel zu lange etwas vor und geht unrealistisch in den Alltag und in seine Ziele.

Um freier und gelassener zu werden, ist es hilfreich, übungshalber immer wieder etwas loszulassen. Entrümpeln Sie die Wohnung und Sie werden feststellen, dass Sie viele Dinge nicht brauchen. Manchmal ist es wichtig Platz im Leben zu schaffen.

Machen Sie sich bewusst, dass unser Leben große und kleine Abschiede bietet. Von Beginn unseres Lebens an müssen wir ständig Abschied nehmen, uns von jemandem oder etwas lösen. Vergänglichkeit gehört zum Leben dazu. Hilfreich beim Nachdenken und dem Ballast abwerfen sind auch Entspannungsmethoden wie Autogenes Training, Yoga oder Tai Chi.

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