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Tai Chi – Das gesunde Schattenboxen aus China

Bei uns wird die aus China stammende sanfte Kampfkunst immer beliebter. Auch zu therapeutischen Zwecken kann Tai Chi angewandt werden. Es ist für jedes Alter eine empfehlenswerte Bewegungsform.

Tai Chi

Sehr oft frühmorgens in Parks zu sehen: Menschen führen konzentriert und in Zeitlupentempo fließende Bewegungen aus. Für Nichtkenner mag das sonderbar aussehen, doch die im Kaiserreich China entwickelte jahrhundertealte Kampfkunst wird heutzutage von mehreren Millionen Menschen weltweit praktiziert.

Entspannung und Gesundheitsförderung

Tai Chi, das auch chinesisches Schattenboxen genannt wird, war ursprünglich eine Kampfkunst zur Selbstverteidigung und heutzutage eine Methode zur Entspannung und Gesundheitsförderung. Die meisten praktizieren es überwiegend aus gesundheitlichen Gründen, zur Entspannung oder zur Meditation.

Im Mittelpunkt von Tai Chi steht ein besonders feines Bewegungstraining. Die Bewegungen sind meist recht einfach und problemlos ausführbar. Obwohl die Bewegungsabläufe nicht allzu schwierig sind, sollte man sich von einem Meister im Tai Chi schulen lassen, um keine Fehler bei der Ausführung zu machen.

Im Zentrum einer Übungseinheit beim Tai Chi steht die so genannte Form. Dies sind klar umschriebene Abläufe aufeinander folgender, meist fließend ineinander übergehender Bewegungen. Eine Form setzt sich aus mehreren Einzelbewegungen (Bildern) zusammen, die in ihrer Abfolge festgelegt sind. Bekannte Formen, wie die 24-Bilder-Form (Peking-Form) oder die 37-Bilder-Form (Yang-Stil-Form) sind nach der Anzahl der Bilder benannt. Es gibt auch sehr lange Formen, die mehr als 100 Bilder beinhalten.

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Übungsziele des Tai-Chi

  • vollständige Körperbeherrschung
  • fließende, natürliche Bewegungen
  • Entspannung
  • Finden der inneren Harmonie

Positive Auswirkungen auf die Gesundheit

Anhand von Untersuchungen konnte aufgezeigt werden, dass regelmäßiges Tai Chi positive Auswirkungen auf die Gesundheit hat. Verspannungen in der Muskulatur werden gelöst und die Beweglichkeit und Körperwahrnehmung trainiert. Eine Verbesserung des Herz-Kreislauf- und des Immunsystems konnte ebenfalls festgestellt werden. Tai Chi erweist sich vor allem für Menschen als nützlich, die unter Stress leiden und sich im Alltag nur unzureichend bewegen. Koordinierte Atemtechniken bewirken eine erholsame meditative Entspannung.

Die sanfte Kampfkunst kann auch in die Reha-Therapie eingesetzt werden, da es praktisch von jedem durchgeführt werden kann, es den Muskelaufbau stärkt und keine abrupten Stoßbewegungen beinhaltet. Als zusätzlichen Vorteil der bewussten Atmung dient Tai Chi als idealer Stress-Killer und verbessert Schlaf und Erholung. Als Ausgleich zu psychischen und körperlichen Belastungen ist Tai Chi ideal. Das gilt auch für Personen in fortgeschrittenem Alter.

Grundübung für die Entspannung

Die Füße stehen in schulterbreitem Abstand voneinander und die Knie sind leicht gebeugt. Halten Sie Rücken und Kopf aufrecht und die Arme locker an der Körperseite. Gehen Sie beim Einatmen auf die Zehenspitzen und strecken Sie den Körper nach oben. Zugleich führen Sie die Arme in einem großen Bogen seitwärts über den Kopf und strecken Sie diese so weit Sie können. Beim Ausatmen lassen Sie die Arme sinken und kommen dabei von den Zehenspitzen wieder auf die Fußsohlen zurück.

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