Anzeige

Digital Detox: Tipps zur digitalen Entgiftung

Die Online-Nutzung ist kein Phänomen von jungen Menschen, sondern eines, das alle Bevölkerungsgruppen und Schichten erfasst hat. Im alltäglichen Leben dominieren Smartphone, Tablet und Laptop – mit allen Vor- und Nachteilen. Unter dem Begriff Digital Detox gibt es eine Sehnsucht, mal von den Kommunikationsgeräten einmal Ruhe zu haben. Wie gelingt das digitale Entgiften?

Tablet

In der U-Bahn, Bus, am Esstisch und neben dem Bett: Das Smartphone ist allgegenwärtig und gefühlt jeder Smartphone-Besitzer muss alle paar Minuten schauen, was in der digitalen Welt gerade wichtiges passiert oder ob eine Nachricht von Freunden oder Partner eingetroffen ist. Neben dem Smartphone besitzen viele Menschen auch ein Tablet und ein Laptop. Meist sind alle Geräte im Einsatz und werden auch bedient.

Die digitale Überflutung ist für einige Menschen zu einer Überforderung im Dauerzustand geworden. Allzu oft wünscht man sich dann nichts sehnlicher, als vor dem digitalen Zeugs einmal Ruhe zu haben. Wir wünschen uns weniger Stress und wollen einfach mal nicht erreichbar sein. Wie kommt man nur vom Dauergebrauch des Smartphones weg? Wer die Nutzung der Geräte im Alltag reduzieren will, der muss ein größeres Problem angehen: Er muss seine Gewohnheiten ändern. Ein kurzfristiges digitales Entgiften in Wochenendworkshops, in Wellnesshotels oder Klöster wird nicht ausreichend sein.

Anzeige

Smartphone-freie Zeit

Viele Menschen kennen es nicht anders: Ihr Smartphone ist immer griffbereit rund um die Uhr dabei. Nicht einmal der Weg zum Bäcker oder Supermarkt gelingt ohne Gerät, denn man könnte eine Nachricht verpassen oder jemanden nicht anrufen können. Versuchen Sie bewusst das Smartphone schon bei kleinen Besorgungen nicht mehr mitzunehmen. Nach der ersten Phase wirkt es für Menschen, die unter der ständigen Erreichbarkeit leiden, nach einiger Zeit befreiend. Denn die Welt drehte sich tatsächlich in der Smartphone-Abstinenz weiter. Wichtig sind Automatismen im Alltag anzugehen und zu ändern.

Smartphone-freie Räume

Definieren Sie zu Hause Räume, in denen das Smartphone tabu ist. Besonders der Esstisch und das Schlafzimmer bieten sich an. Der Schlaf ist zudem weniger erholsam, wenn man die Geräte vor dem Schlafen nutzt oder sie in der Nacht blinken. Dabei sollten Sie auch Vorbild für den Nachwuchs sein und sich strikt daran halten.

Ausschalten

Definieren Sie während des Tages eine Stunde, in der Sie das Gerät Ausschalten oder zumindest in den Flugmodus schicken. Verwenden Sie diese Zeit für eine gezielte Arbeit, bei der Sie nicht gestört werden möchten. Oder verwenden Sie die Stunde für Meditation und Achtsamkeitstraining. Sie können auch einfach mal einen halben Tag am Wochenende offline sein und die Zeit in der Natur verbringen.

Bildschirmzeit

Apple führte in seinen Geräten (iPhone, iPad) ein Werkzeug zur Überwachung und Begrenzung der Nutzung ein. In der sogenannten Bildschirmzeit zeigt das System dem Gerätebesitzer, wie er sein Smartphone verwendet, wie lange er welche Apps nutzt und wie häufig er sich stören lässt. Daneben können Auszeiten für Apps und ein Zeitlimit für die Gerätbenutzung gesetzt werden.

Keine sofortige Antwort senden

Gerade durch die starke Verwendung der Messenger wird oft eine sofortige Reaktion innerhalb weniger Minuten erwartet. Falls nichts Schlimmes oder Dringendes passiert ist, dann lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Antworten Sie erst, wenn Sie Zeit haben. Falls Beschwerden kommen, dann besprechen Sie die Angelegenheit am besten mündlich.

Push-Nachrichten und Mitteilungen

Push-Nachrichten sind praktisch. Bereits auf dem Sperr-Bildschirm kann man Empfänger und einen Teil der Nachricht lesen. Wer es nicht schafft und bei jeder Vibration oder Signal einer Nachricht aus Neugier an das Smartphone stürzt, sollte strikte Regeln einführen: Push-Nachrichten abstellen, in den Apps-Einstellungen die Mitteilungen nicht für den Bildschirm erlauben und das Smartphone lautlos stellen. Nehmen Sie bewusst einmal oder zweimal am Tag Zeit für die Beantwortung der Nachrichten.

Zurück in die analoge Zeit

Ein Smartphone ist praktisch, da er auch einen Wecker integriert hat. Somit wird das Gerät gerne im Schlafzimmer verwendet, um mal schnell die Uhr anzeigen zu lassen. Doch beim Schauen kommt oft die Neugier hoch und man prüft noch die Sozial Media-Kanäle oder den Nachrichteneingang der Messenger. Als Lösung kaufen Sie besser einen Wecker, der nichts anders kann, als wecken.

Anzeige