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Gründe für Lampenfieber, Schluckauf, Erröten und Lachkrampf

Betroffene finden es meist peinlich, wenn sie inmitten von vielen Leuten einen Schluckauf haben, gähnen müssen oder rot im Gesicht anlaufen, da alle Blicke auf einem gerichtet sind. Warum bekommen wir einen Schluckauf oder ein Lachkrampf, können ein Gähnen nicht verhindern, laufen rot im Gesicht an oder haben vor einem Vortrag Lampenfieber?

Schluckauf

Zum neuen Jahr wünschen wir uns viel Glück. Genauso zum Geburtstag. Es gibt ein Motto: Jeder ist seines Glückes Schmied. Doch ist das Glück wirklich individuell und beeinflussbar? Was macht wirklich glücklich? Wie oft waren Sie heute schon glücklich?

Lampenfieber

Gleich geht es auf die Bühne und vor mehreren hundert Menschen muss man einen Vortrag halten. Bei solchen Situationen haben viele Menschen Lampenfieber, egal ob es der erste oder hundertste Auftritt ist. Auch bei einer mündlichen Prüfung stellt sich solch ein Gefühl ein, das Herz beginnt zu rasen, die Pupillen weiten sich, die Muskeln spannen sich an, ein flaues Gefühl in der Magengegend macht sich breit und die Atmung wird flach und schnell. Woher kommt der Kontrollverlust mit feuchten Händen und zitternden Knien? Es ist eine im Laufe der Evolution entwickelte natürliche Reaktion, die auch schon für Neandertaler vorhanden war. Angesichts einer unmittelbaren Bedrohung hilft es in einer gefährlichen Situation beim Überleben. Wir sind durch die angespannten Muskeln, die hohe Herzfrequenz und den schnellen Atem binnen Sekunden kampf- oder fluchtbereit. Heutzutage werden wir bei der Prüfung oder auf der Bühne weniger den Fluchtgedanken ausführen, sondern uns physisch und psychisch auf die Bewältigung der anstehenden Aufgabe einstellen.

Mit einigen Tricks können Sie die typischen Lampenfieber-Symptome bekämpfen. Im Detail kommt es natürlich immer auf die persönlichen Umstände, die Situation und die Umgebung an. Ein Patentrezept ist in den meisten Fällen, das Lampenfieber als etwas ganz Normales und Selbstverständliches zu akzeptieren. Auch erfahrene Künstler sind nervös und haben vor dem Auftritt Lampenfieber. Deshalb fordern Sie die Situation immer wieder heraus und üben Sie, auch wenn anfangs nicht sofort alles funktioniert. Je häufiger Sie eine Situation durchleben, umso routinierter, sicherer und souveräner werden Sie, und umso besser lernen Sie, mit Ihrem Lampenfieber umzugehen. Für den Körper sind Entspannungsübungen sinnvoll. Atmen Sie einige Male langsam tief ein und aus. Bauchatmung ist ebenfalls sehr hilfreich, um den Körper zu beruhigen. Positive Gedanken, lächeln und Blickkontakt sind weitere wichtige Hilfsmittel gegen das Lampenfieber.

Gähnen

Eigentlich ist Gähnen ja nichts Schlimmes, doch bei Gesprächsrunden kann es peinlich werden. Warum gähnen wir eigentlich? Gähnen steht so gut wie immer im Zusammenhang mit Müdigkeit oder Langeweile. Ursache und Zweck des Gähnens sind jedoch nicht eindeutig geklärt. Wissenschaftler konnten nachweisen, dass das erste Gähnen bereits ab der 11. Schwangerschaftswoche im Mutterleib stattfindet. Manche Wissenschaftler sehen das Gähnen als Druckausgleich zwischen Mittelohr und Rachen, andere hingegen in Müdigkeit und Sauerstoffmangel begründet und andere wiederum als Wärmeregulierung des Gehirns. Andere Forscher vermuten, dass das Gähnen ein Versuch ist, sich wachzuhalten und die Aufmerksamkeit zu steigern. Fakt ist jedenfalls, dass sich Gähnen nicht verhindern und ebenso wenig unterdrücken lässt.

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Erröten

Eigentlich findet man sich sehr selbstbewusst und wenig kann einen aus der Fassung bringen. Doch bei neuen Bekanntschaften, Bewerbungsgespräche oder bei einer Rede in der Gruppe schießt das Blut in den Kopf. Am liebsten würde man im Erdboden versinken. Warum wird der Kopf rot? Der Grund ist das vegetative Nervensystem. Dazu gehört der so genannte Sympathikus-Nerv. Dessen Fasern steuern unter anderem die Ausweitung der kleinen Blutgefäße im Gesicht. Dadurch wird die Schicht unter der Haut stärker durchblutet. Die Haut beginnt rot zu strahlen und Betroffene nehmen ihr Erröten als eine Temperaturzunahme wahr.

Was hilft gegen das Erröten im Gesicht? Versuchen Sie den Körper zu entspannen. Das gelingt durch Atemübungen, durch Entspannungstechniken und manchmal durch ein Lächeln. Denken Sie nicht daran, dass sie rot werden und andere das sehen. Erlauben Sie sich zu erröten. Wer jedoch sehr unter der Erythrophobie leidet, sollte einen Therapeuten aufsuchen und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen.

Schluckauf

Der Schluckauf ist eine nervige Körperreaktion und kann verschiedene Ursachen haben. Der Ursprung liegt in einer Reizung des Zwerchfellnervs. Gründe können kalte Getränke, scharfe Speisen, hastiges Essen oder Alkoholgenuss sein. Ein Auslöser können auch Stress und Aufregung sein. Ein Schluckauf dauert meist nur kurz an und verschwindet wieder von selber oder durch einfache Hausmittel.

Es existieren viele Hausmittel gegen Schluckauf. Von Luftanhalten, Ablenkung, Erschreckt werden bis zu in Essig getränkter Würfelzucker auf der Zunge zergehen lassen, gibt es sehr viele Mittel und Ratschläge. Dauert der Schluckauf länger an oder tritt immer wieder auf, dann kann er auch krankheitsanzeigend sein und bedarf einer Therapie.

Lachkrampf

Lachen ist gesund und wird in der Gesellschaft als Ausdruck für Sympathie und gegenseitiges Einverständnis verstanden. Es werden beim Lachen in der Gesichtsregion 17 und am ganzen Körper 80 Muskeln aktiviert. Dazu spannen sich beim herzhaften Lachen das Zwerchfell und die Zwischenrippenmuskeln an. Mit mehr als 100 Kilometern pro Stunde schießt die Luft durch die Lunge. Lachen bringt den Körper in einen positiven Stresszustand. Mit ein Grund, warum der Heilungsprozess mancher Krankheiten durch Lachen gefördert wird. Erwachsene lachen täglich durchschnittlich 15 Mal. In größerer Gesellschaft kann ein Lachkrampf für den Betroffenen besonders unangenehm sein. Zu krampfartigem Lachen kann es bei nervöser Erschöpfung, Übermüdung, übermäßiger Anspannung, aber auch bei Trauer und Verzweiflung kommen.

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