Anzeige

Die zwölf Käse-Gebote: Vom richtigen Umgang mit Käse

Darf man Käse einfrieren? Bei welcher Temperatur fühlt sich der Käse am wohlsten? Und welche Käsesorten sollten auf keiner Käseplatte fehlen?

Obatzn

Käse ist bei Jung und Alt sehr beliebt. Kein Wunder bei einer Vielzahl von Käsesorten mit sehr vielen Geschmacksrichtungen. Doch was muss bei Einkauf und Lagerung von Käse beachtet werden, damit er seinen charakteristischen Geschmack behält? Darf man Käse einfrieren? Mit dem Käse-Knigge werden die wichtigsten Umgangsformen verraten.

Einkauf-Tipp und Verpackung

Kaufen Sie Hart- und Schnittkäse am besten am Stück. So bleibt der Geschmack des Käses intensiver. Käse sollte niemals ganz luftdicht verpackt sein. Damit der Käse nicht austrocknet, können sie ihn zusammen mit einem Glas Rotwein oder einem Apfel aufbewahren. Oder sie lagern den Käse in einer Ton-Käseglocke. Dabei ist die Glockeninnenseite nicht glasiert, so dass sie gut Feuchtigkeit auf- bzw. abgeben kann.

Lagerung

Bei der Lagerung ist die passende Temperatur wichtig. Der Käse fühlt sich bei 12 Grad Celsius am wohlsten. Ein kühler Keller ist ideal für die Lagerung des Käses. Sie können Käse aber auch im Gemüsefach Ihres Kühlschrankes lagern. Einzige Ausnahme: Frischkäse mag es schön kühl.

Aufbewahrungsdauer

Um den optimalen Geschmack zu gewährleisten, sollte Hartkäse innerhalb von 14 Tagen verzehrt werden. Schnittkäse lässt sich zehn Tage und Weichkäse acht Tage ohne Geschmackseinbußen aufbewahren.

Das richtige Käsemesser für jeden Käse

Hartkäse, Weichkäse, Edelpilz- oder Frischkäse, keine Käsespezialität gleicht der anderen und so will jede Köstlichkeit auch stilecht mit einem anderen Käsemesser aufgetischt werden. Dies gilt besonders für Käseplatten oder ein Käsebüfett. Doppelgriffmesser oder ein Käsedraht ist bei Hartkäse empfehlenswert. Weichkäse, wie Camembert oder Romadur, bevorzugen ein gelochtes Weichkäsemesser. Die Lochung verhindert, dass der cremig-weiche Käse an der Klinge haften bleibt.

Käseplatten

Bei kalten Buffets stehen Käseplatten im Mittelpunkt. Garnieren Sie Hart- und Schnittkäse z.B. mit Weintrauben oder Nüssen. Birnen, Äpfel und Kiwis schmecken zu Weichkäsesorten und frische Kräuter zu Frischkäse. Achten Sie aber darauf, dass sie wasserreiche Früchte nicht direkt auf den Käse legen, denn sie verfälschen den Geschmack und hinterlassen Flecke auf dem Käse. Für Käse als Hauptgericht rechnet man mit 200-300 g Käse pro Person, für ein kaltes Buffet ca. 100 g und für einen Menü-Gang 50-80 g pro Gast.

Käse-Uhr

Auf einer Käseplatte sollten Sorten aus unterschiedlichen Käsefamilien vertreten sein. Am besten Sie ordnen im Uhrzeigersinn zuerst milde und dann kräftigere Käse an. Legen Sie zum Beispiel auf 8 Uhr einen Camembert und ordnen Sie dann Butterkäse, Edamer, Emmentaler, bayerischen Bergkäse und zum Schluss einen kräftigen Weiß-Blau-Käse an. So können sich Ihre Gäste gut orientieren. Denn die richtige Reihenfolge lohnt! Der Geschmack feiner, dezent schmeckender Käse wird sonst z.B. durch einen vorher verzehrten, herzhaften Käse überdeckt.

Verzehr

Servieren Sie Käse grundsätzlich bei Zimmertemperatur, damit sich das Aroma entfalten kann. Nehmen Sie den Käse nicht zu früh aus der Kühlung, sonst fängt er an zu schwitzen. Eine halbe Stunde vor dem Verzehr ist genau richtig.

Bier und Käse

Als Empfehlung bei der Kombination Bier und Käse gilt: Je milder der Käse, umso leichter sollte das dazu gewählte Bier sein. So überlagern sich die Geschmackseindrücke nicht.

Wein und Käse

Leichte, spritzige Weißweine passen zu feinrahmigen, mildsäuerlichen Käse, wie Rahmbrie, Kräuterquark, Butterkäse, Emmentaler und Schmelzkäsezubereitungen. Bukettreiche, kräftige Rotweine harmonisieren mit reifem, vollmundigem Käse, wie Emmentaler, Bergkäse oder Weichkäse mit Blauschimmel.

Erwünschter und unerwünschter Schimmel

Es empfiehlt sich, Weichkäse mit Schimmel separat einzupacken und bei jedem Anschnitt ein eigenes Messer zu verwenden, da der Schimmel auf andere Käsesorten übergehen kann. Bei einer Käseplatte sollte jeweils ein eigenes Käsemesser verwendet werden, das sich beispielsweise durch einen farbigen Griff unterscheidet. Für die Unterscheidung von Fremd- und Edelschimmel vertrauen Sie Ihren Sinnen. Bei beginnender Schimmelbildung an Hart- und Schnittkäse kann die betroffene Stelle großzügig abgeschnitten werden.

Einfrieren von Käse

Ist dem Käse zu warm, reift er zu schnell und sinkt die Temperatur unter Null Grad, verliert er an Geschmack. Deshalb sollten Sie Käse möglichst nicht einfrieren. Weich- und Schnittkäse können jedoch in verbrauchsgerechten Portionen etwa sechs Monate im Tiefkühlfach aufbewahrt werden. Hartkäse sollten Sie nur gerieben einfrieren, weil er am Stück bröckelig wird. Bei Bedarf den Käse langsam im Kühlschrank auftauen lassen.

Anzeigen