Alzheimer frühzeitig erkennen

Bei manchen Menschen lassen im Alter Konzentrationsfähigkeit und Kurzzeitgedächtnis deutlich nach. Das ist ein natürlicher Prozess, der zum Älterwerden einfach dazugehört – und nicht gleich Demenz. Der Unterschied zwischen Altersvergesslichkeit und Demenz ist schwer zu erkennen. Wichtig ist der Vergesslichkeit im Alter entgegenzuwirken, sei es mit der aktiven Pflege von sozialen Kontakten oder dem Training der geistigen Leistungsfähigkeit.
Rätseln


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Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit sind ein Problem, mit dem unsere Gesellschaft dank der steigenden Lebenserwartung öfter denn je konfrontiert wird. Der Zeitpunkt der Diagnose entscheidet über den weiteren Verlauf der Erkrankungen und damit über lebenswerte Jahre.

Studien zeigen, dass bei Menschen über 75 Jahren circa 12 Prozent an einer Demenzerkrankung leiden. Das bedeutet, dass längerfristig Gedächtnis und Denkvermögen deutlich beeinträchtigt sind und ein geregelter Ablauf der Alltagsaktivitäten für den Patienten nicht mehr möglich ist. Demenzkranke klagen darüber hinaus über nächtliche Schlafstörungen mit begleitender Unruhe. Bei der Diagnose ist es sehr schwierig, frühzeitig zwischen einer gutartigen Vergesslichkeit aufgrund des normalen Alterungsprozesses und einem wirklichen Demenzprozess mit der Entwicklung zum Alzheimer zu unterscheiden.

Hier müssen spezifische Tests und Untersuchungen durchgeführt werden. Am besten kann eine solche krankhafte Entwicklung ein Hausarzt feststellen, der den Patienten kennt, ihn häufiger sieht und so die entsprechenden Veränderungen der Denk- und sozialen Kontaktfähigkeit durch relativ kurze Beobachtungsintervalle beurteilen kann.

Typ Alzheimer ist am häufigsten
Bei den Demenzerkrankungen findet sich am häufigsten mit über 60 Prozent die senile (altersabhängige) Demenz vom Alzheimer-Typ. Dabei verändert sich die Großhirnrinde des Erkrankten in Form eines unaufhaltsam fortschreitenden Abbauprozesses. Dieser ist von verschiedenen Faktoren abhängig und führt über wenige Jahre zu einer vollständigen Veränderung der Persönlichkeit, der Merk- und Denkfähigkeit. Die Patienten sind im Endstadium unfähig, selbständig zu leben und brauchen eine umfassende Betreuung. Diskutiert wird, ob die Erkrankung durch eine Virusinfektion oder auch verschiedene Erbfaktoren ausgelöst wird.

Oft schlechtere Durchblutung
Bei mehr als 20 Prozent der Patienten liegt eine gefäßbedingte Demenzerkrankung vor. Hier wird der Arzt auf eine stufenweise Verschlechterung aufmerksam. In der Krankengeschichte werden häufig Schlaganfälle oder schlecht eingestellte Bluthochdruckerkrankungen gefunden. Mit bildgebenden Verfahren, wie zum Beispiel durch die Computertomographie oder eine Kernspinuntersuchung, kann bei diesem Erkrankungsbild etwas schneller die Diagnose gestellt werden.

Frühe Diagnose und Therapie
Eine Untersuchung durch einen Facharzt ist immer notwendig. Die Denkfähigkeit lässt sich mit psychologischen Tests und einer sehr praxisnahen Befragung mit entsprechenden Handlungsaufgaben untersuchen. Auch die Familienmitglieder sind aufgerufen, bei entsprechenden Auffälligkeiten mit einem Arzt über ihre Beobachtungen zu sprechen. Demenzerkrankungen sind stets von Depressionen abzugrenzen.

Der Zeitpunkt, wann die Diagnose gestellt wird, entscheidet über den weiteren Verlauf und damit über lebenswerte Jahre. Sind nur Gefäße oder bestimmte Gehirnbereiche minderdurchblutet, kann durch entsprechende Therapie eine Besserung erzielt werden. Bei dem Demenztyp Alzheimer werden heute die so genannten Acetylcholinesterasehemmer eingesetzt. Sie verzögern den Abbauprozess. Eine Heilung ist jedoch nicht möglich.

Die Therapie kann mit Ginkgo-biloba-Extrakt ergänzt werden, der auch bei der gefäßbedingten Demenz wirksam ist. Naturheilkundlich wird mit einer Enzymtherapie (hochdosierte Enzyme) und einer Verbesserung des Säure-Basen-Haushaltes unterstützt.

Die Patienten brauchen zudem soziale Förderung für den Wohn- und Lebensbereich. Betreuende Angehörige sollten in der Pflege entsprechend geschult werden. Vereine wie die Deutsche Alzheimer Gesellschaft sind wichtige Ansprechpartner und können viele Tipps zum Umgang mit der Krankheit geben.
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