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Wirkungsweise des Heilfastens

Am Aschermittwoch beginnt immer die Fastenzeit – eine Zeit des Verzichts, für viele auch die Zeit des Heilfastens. Wann ist Heilfasten sinnvoll und wann nicht.

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Die Fastenzeit dauert von Aschermittwoch bis zum Ende der Karwoche. In der Fastenzeit wird oft auf Süßes und Genussmittel aller Art verzichtet. Intensiver ist Heilfasten mit einem bewussten Verzicht auf Nahrung für einen begrenzten Zeitraum und soll der Entgiftung und Regeneration des Körpers dienen. Fasten soll eine effektive Maßnahme gegen das metabolische Syndrom sein. Es soll auch helfen, alte Essgewohnheiten zu überdenken und sich auf eine gesündere Lebensweise vorzubereiten. Fasten kann auch glücklich machen, da das Glückshormon Serotonin ausgeschüttet wird. Kritiker sehen jedoch in dem vorübergehenden Verzicht auf feste Nahrung ernste gesundheitliche Gefahren.

Die ersten Tage beim Fasten können ganz schön schwierig sein. Leichte Kopfschmerzen, Schwindelgefühl und Schlafstörungen können in der ersten Phase auftreten. In so einer Kurkrise möchte man am liebsten sofort mit dem Heilfasten aufhören und endlich mal wieder „richtig“ essen. Doch wer diese erste schwierige Phase überstanden hat, berichtet oft nur Positives. Auf einmal werden Gerüche anders wahrgenommen, manche fühlen sich voller Kraft und Energie und strotzen von Kreativschüben.

Regelmäßiges Fasten liegt im Trend. Wohl rund drei Millionen Menschen legen regelmäßige Fastenzeiten ein, um Körper und Seele von schädlichem Ballast zu befreien. Manche Menschen wollen einfach unnötige Pfunde loswerden. Eine Fastenkur sollte mindestens eine Woche dauern, damit sich der Körper wirklich auf den neuen Essrhythmus umstellen kann. Also optimal gelten zwei Wochen. Ganz wichtig: Eine intensive Form des Heilfastens sollte nur unter professioneller ärztlicher Begleitung erfolgen.

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Worin begründet die positive Kraft des Fastens?

Für die Befürworter des Heilfastens befreit sich der Körper von allem, was ihm schadet. So werden Giftstoffe und Schlacken ausgeschieden. Ebenfalls werden offenbar durch das Fasten spezielle Überlebensmechanismen aktiviert. Die Körpertemperatur sinkt durchschnittlich um 0,5 Grad Celsius, die Körperenergien werden vor allem zur Reparatur und Regeneration von Zellen verwendet.

Die positiven Wirkungen des Fastens greifen tief in den Organismus ein und mobilisieren die körpereigenen Abwehrkräfte. Mit verbesserten Blutfetten werden Herzkreislauferkrankungen vorgebeugt. Eine Fastenkur hat noch andere häufig erwünschte Nebenwirkungen. Das Körpergewicht reduziert sich und die Figur nähert sich ihrer idealen Linie. Ein Vorteil des Fastens besteht darin, dass man das oftmals im Alltag entstehende ungesunde Essverhalten unterbricht, und damit eine langfristige Änderung einleiten kann. Außerdem steigert das Heilfasten die geistige Leistungsfähigkeit und hilft Abstand von der Hektik des Alltags zu nehmen.

Tipps zum Heilfasten

Beim intensiven Heilfasten schaltet der Körper auf Sparflamme. In dieser Hauptphase sollte man sich nicht körperlich verausgaben. Gemäßigtes Herz-Kreislauftraining ist durchaus empfehlenswert. Am besten möglichst oft ins Freie, frische Luft und die wärmenden Sonnenstrahlen zu genießen. Eine Fastenzeit sollte auch eine Ruhezeit des Geistes sein. Besinnen Sie sich auf das, was Sie gerne tun. Vielleicht können Sie Dinge mal von einer anderen Seite betrachten, da im Alltagsstress einiges liegen bleibt.

Während des Heilfastens sollte man sich an regelmäßige Essenszeiten halten. Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Wichtig ist genug Zeit für die Mahlzeiten einzuplanen. Jeder Bissen sollte gut und lange gekaut werden. Erst nach einigen Minuten setzt nämlich ein Sättigungsgefühl ein. Zugleich entlasten Sie damit Ihre Verdauung. Essen Sie kleinere Portionen und Sie werden staunen, mit wie wenig Ihr Körper auskommt.

Neben der Essensdisziplin sollten alltägliche Gewohnheiten in der Fastenzeit geändert werden. Es geht hierbei nicht von 0 auf 100 ein umfangreiches Sportprogramm zu absolvieren, sondern mehr Bewegung in den Alltag zu integrieren. Eigentlich sind wir Menschen dazu ausgestattet zu laufen, gehen jedoch kaum noch. Wir fahren mit dem Auto oder im Bus zur Arbeit. Dort verbringen wir meist viele Stunden sitzend am Schreibtisch und in der Freizeit werden Besorgungen, wie auch die Strecke zum Kino- oder Restaurant mit Auto, Bahn oder Bus zurückgelegt. Dabei könnten wir viele dieser Strecken genauso gut zu Fuß oder per Rad zurücklegen. Ziel ist es, die Bequemlichkeit und festgefahrene Abläufe zu überlisten. Dann gibt es auch die Belohnung mancher Mühen und man steigt die Treppen hinauf ohne zu schnaufen und erfährt eine neue Lebensqualität.

Wann sollte ein Mensch nicht fasten?

Grundsätzlich empfiehlt es sich unter ärztlicher Aufsicht zu fasten und die Dauer auf einige Tage zu begrenzen. Vom Fasten sollten Menschen mit Essstörungen, bei psychischen Erkrankungen, Tumorpatienten und bei chronischen Krankheiten der Schilddrüse und des Herzens absehen. Auch frisch Operierte, Untergewichtige, Krebskranke, Kinder, Schwangere und stillende Frauen sollten auf das Fasten verzichten.

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