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Fitness-Tipps für zu Hause

Die einfachste Variante, trotz Schmuddelwetter aktiv zu bleiben, ist ein Fitnesstraining in den eigenen vier Wänden. Viele Übungen können ohne Hilfsmittel durchgeführt werden.

Push-ups

Dunkelgrauer Himmel, böiger Wind und ein kühler Nieselregen: Die Motivation für eine morgendliche Jogging- oder Walkingrunde fällt genauso wie die Außentemperatur. Stattdessen möchte man lieber ein paar Minuten länger im warmen Bett bleiben. Mangelnde Bewegung führt hingegen zu zusätzlicher Müdigkeit und Lustlosigkeit.

Eine gute Ausrede liefert das Wetter genug, doch gerade in solch einer Übergangszeit ist Aktivität ein Muss. Durch regelmäßiges Training bleibt nicht nur die Fitness erhalten. Auch das allgemeine Wohlbefinden und das Immunsystem werden gestärkt.

Die einfachste Variante, trotz Schmuddelwetter aktiv zu bleiben, ist ein kleines Fitnesstraining in den eigenen vier Wänden. Eine Fitnessmatte auf den Wohnzimmerboden legen und schon kann es losgehen. Viele Übungen lassen sich ohne Hilfsmittel in wenigen Minuten durchführen. Sie können Ihr Training auch mit alltäglichen Tätigkeiten verknüpfen. Einfach nach dem Motto: Hauptsache etwas regelmäßig tun.

Wird das Training ohne Hilfsmittel zu langweilig, dann können Hanteln, Gymnastikbänder und Gymnastikbälle Abwechslung bringen. Achten Sie beim Kauf auf Qualität und geprüfte Stabilität. Da meist kein Trainer parat steht, der die korrekte Ausführung der Übung überprüfen kann, sollten Übungsanleitungen von einschlägigen Büchern oder Fachzeitschriften befolgt werden. Führen Sie mal das Hanteltraining vor einem Spiegel aus und prüfen Sie die richtige Körperhaltung.

Zwei bis dreimal pro Woche etwa eine halbe Stunde reichen aus, um in der kälteren Jahreshälfte nicht einzurosten. Fehlen zwischendurch die Erholungstage, dann droht Muskelkater oder eine Überlastung. Versuchen Sie einen festen Platz im Wochenplan für die Übungen zu finden, dann ist die jeweilige Überwindung nicht so schwierig. Als kleine Motivation können Sie sich die passende Musik zusammenstellen, damit das Training etwas leichter fällt.

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Bevor Sie mit dem Training beginnen, wärmen Sie sich auf, um die Durchblutung Ihrer Muskeln anzuregen. Damit vermeiden Sie Zerrungen und Verletzungen. Laufen Sie einfach fünf Minuten auf der Stelle laufen.

Liegestütze

Die Liegestütze als klassische Fitnessübung stärkt die gesamte Körpermuskulatur vor allem Rumpf, Schultergürtel, Brustmuskulatur und Arme. Für die Ausführung gehen Sie in die Liegestützhaltung, der Körper ist gestreckt, die Knie zusammen und die Hände befinden sich etwas über Schulterbreite entfernt am Boden. Die Fingerspitzen zeigen leicht nach innen. Nun lassen Sie langsam ab, bis die Brust den Boden berührt. Kurz anhalten, dann langsam wieder hochdrücken bis die Arme wieder gestreckt sind. Wiederholen Sie diese Übung etwa 12 Mal.

Unterarmstütz

Beim Unterarmstütz, auch Plank genannt, wird besonders der Rumpf mit Bauch und unterer Rücken trainiert. Beginnen Sie in liegender Position auf dem Bauch. Nun gehen Sie in die Unterarmstütz-Position, indem der Oberkörper auf die Unterarme gestützt ist. Der Körper bildet von den Schultern bis zu den Füßen eine gerade Linie. Die Hüftpartie darf nicht durchhängen und auch nicht zu weit nach oben gedrückt sein. Die Ellenbogen befinden sich auf Schulterhöhe. Der Kopf ist in Verlängerung mit der Wirbelsäule. Die Füße berühren den Boden nur mit den Zehen. Den Bauchnabel ziehen Sie nun nach innen in Richtung Wirbelsäule und halten die Position. Wichtig bei dieser Übung sind das Halten der Rumpfspannung und die saubere Ausführung.

Intensivere Variante: Aus der Position heraus wird der rechte Arm ausgestreckt und drei Sekunden gehalten. Danach dasselbe mit dem linken Arm. Führen Sie sechs Wiederholungen pro Arm durch.

Variante mit Schwerpunkt Beinrückseite und Po: Im Unterarm-Vierfüßler-Stand verlaufen die Oberarme senkrecht von der Schulter nach unten. Die Beine sind langgestreckt und werden von den Fußspitzen gehalten. Heben Sie nun einen Unterschenkel in Richtung Decke an. Die Fußspitze wird dabei angezogen. Nun schieben Sie das angewinkelte Bein langsam weiter nach oben zur Decke. Kurz halten und danach wieder absenken. Führen Sie die Übung pro Bein 10 bis 20 Mal durch.

Kniebeugen mit Ausfallschritt

Die Übung stärkt die beinstreckende Muskulatur und die Gesäßmuskulatur. Achten Sie während der Übung auf einen geraden Oberkörper. Damit wird die Rumpfmuskulatur ebenfalls gestärkt. Bei der ersten Runde machen Sie mit dem rechten Bein einen Ausfallschritt und machen dazu eine Kniebeuge. Führen Sie die Übung 20 mal durch. Danach wechseln Sie das Bein.

Kräftigung der Bauchmuskulatur

Legen Sie sich auf den Rücken und die Beine auf einen Gegenstand, z.B. auf einen Hocker, damit die Oberschenkel senkrecht und die Unterschenkel waagerecht sind. Drücken Sie die ganze Wirbelsäule flach auf den Boden. Arme gerade, Hände angewinkelt rechts und links neben dem Körper dicht über dem Boden halten. Nun heben Sie Kopf und Schulter langsam vom Boden, bis die Hände den Hocker erreichen. Wiederholen Sie diese Übung 12 Mal.

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Kräftigung der Beinmuskulatur

Die Beinmuskulatur kann gekräftigt werden, indem Sie sich mit dem Rücken an eine Wand lehnen und die Knie beugen. Stehen Sie dabei mit den Füßen etwa einen halben Meter entfernt von der Wand. Rutschen Sie in vier Schritten langsam mit dem Rücken nach unten, bis Sie einen 90-Grad-Winkel im Knie erreichen. Der Winkel im Kniegelenk darf nicht unter 90 Grad sein, damit die Kniegelenke keine starke Überbelastung haben. Halten Sie jede Position einige Zeit und machen Sie ingesamt drei Wiederholungen. Nach der Übung Beine und Oberkörper ausschütteln.

Ausfallschritt

Mit dem Ausfallschritt stärken Sie Rumpf, Hüfte und Becken. Bei der Übung stellen Sie sich aufrecht hin. Die Füße befinden sich hüftbreit nebeneinander. Strecken Sie die Arme in die Luft. Nun machen Sie mit dem linken Bein einen weiten, tiefen Ausfallschritt. Dann geht es zurück in die Ausgangsposition. Nun kommt das rechte Bein dran. Machen Sie zehn Wiederholungen pro Seite.

Kräftigung der Rückenmuskulatur

Legen Sie sich auf den Rücken und stellen die Beine angewinkelt auf. Heben Sie nun das Becken, bis die Körpervorderseite eine gerade Linie bildet. Diese Übung ist besser als die in früheren Jahren gerne durchgeführte Bauchwippe. Hier wurde durch die extreme Hohlkreuzstellung die Lendenwirbelsäule stark belastet.

Stärkung der Lendenwirbelsäule

Setzen Sie sich gerade auf den Stuhl oder Sessel. Die Hände legen Sie hinter dem Rücken aufeinander und drücken durch Anspannung der Bauch- und Gesäßmuskeln gegen die Lehne. Dabei einatmen. Die Muskeln wieder entspannen, den Druck lösen und ausatmen.

Kräfigung von Hals und Nacken

Die Übung absolvieren Sie im Sitzen. Die Hände liegen auf den Oberschenkeln. Den Kopf drehen Sie langsam nach rechts, dabei das Kinn anheben und einatmen. Nun den Kopf wieder geradeaus richten, nach vorn beugen und ausatmen. Diese Übung abwechselnd mit Drehung zur rechten und zur linken Seite durchführen.

Kräftigung der Rücken- und Schultermuskulatur

Knien Sie sich hin und stützen sich mit leicht gebeugten Armen ab. Halten Sie den Rücken gerade und bilden Sie mit Kopf und Oberkörper eine Linie. Das rechte Bein strecken und den linken Arm bis in die Waagerechte heben. Dann mit der anderen Körperseite wiederholen. Jede Seite dreimal.

Kräftigung Beinrückseite und Po

Begeben Sie sich in den Unterarm-Vierfüßler-Stand. Der Oberarm verläuft senkrecht von der Schulter nach unten. Die Beine sind gestreckt und werden von Ihren Fußspitzen gehalten. Heben Sie nun den rechten Unterschenkel in Richtung Decke an. Die Fußspitze ziehen Sie dabei an. Das Becken halten Sie stabil. Das angewinkelte Bein schieben Sie langsam nach oben. Danach senken Sie das Bein wieder leicht ab. Wiederholen Sie die Übung 10 bis 20 Mal pro Bein.

Kräftigung Rücken, Beine und Po

Begeben Sie sich in Rückenlage und winkeln Sie die Beine an. Schieben Sie das Becken nach oben. Nun lösen Sie ein Bein vom Boden und strecken es lang aus. Die beiden Oberschenkel befinden sich damit parallel. Achten Sie darauf, dass das Becken stabil und gerade ausgerichtet ist. Die Fußspitze winkeln Sie an. Von dieser Position aus senken und heben Sie das Becken und halten die Streckung des Beines bei. Wiederholen Sie die Übung 10 bis 20 Mal pro Bein.

Dehnen und entspannen

Setzen Sie sich auf die Unterlage und umfassen Sie die angewinkelten Beine mit den Armen. Ziehen Sie die Knie fest an die Brust und machen Sie dabei den Rücken rund. Lassen Sie sich jetzt nach hinten kippen und schaukeln Sie auf dem Rücken ein paar Minuten vor und zurück. Das dehnt die Muskeln und entspannt den ganzen Körper.

Koordination

Verbessern Sie die Koordination durch tägliche Gleichgewichtsübungen. Einbeiniges Schuhezubinden oder -öffnen ist eine hervorragende Übung. Die Koordination zwischen Hand- und Beinmotorik kann durch einbeinige Kniebeugen beim Zähneputzen verbessert werden. Den Schwierigkeitsgrad der Übung kann durch geschlossene Augen gesteigert werden.

7-Minuten-Training

Nach einer Aufwärmphase folgt ein intensives Intervalltraining mit 12 Übungen, die problemlos in den eigenen vier Wänden durchgeführt werden können. Jede Übung dauert jeweils 30 Sekunden. In folgender Reihenfolge wird das 7-Minuten-Training durchgeführt.

  1. Hampelmann
  2. Wandsitz
  3. Liegestütze
  4. Crunches
  5. Step-up auf Stuhl
  6. Kniebeugen
  7. Trizeps-Dips
  8. Unterarmstütz
  9. Auf der Stelle laufen mit angezogenen Knien
  10. Ausfallschritte
  11. Liegestütze mit Rotation
  12. Seitlicher Unterarmstütz
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