Die Lehre des Sebastian Kneipp

Für Sebastian Kneipp war eine entscheidende Überzeugung der Schlüssel zu seiner Erkenntnis, seiner Lehre und schließlich zu seinem Erfolg: Es ist die Gewissheit dessen, dass alles zusammenwirkt und sich bedingt - Körper, Seele, Geist und die Kraft der Natur. Auf Grundlage dieser Vereinheitlichung schuf Kneipp ein visionäres Lebenskonzept, das den Menschen, seine Lebensgewohnheiten und seine natürliche Umwelt untrennbar als Einheit betrachtet. Systematisch, ausdauernd und mit Hingabe trug er zentrale Errungenschaften naturheiikundlicher Wissensschätze zusammen und optimierte sie über Jahre hinaus zu seiner ganzheitlichen Lehre, die bis heute als wegweisend für natürliche Heilmethoden und zeitgemäße Präventivmedizin steht. Eine Lehre, die sich in all ihren Facetten im Kern auf fünf Grundelemente stützt: Auf die Bedeutung der unverfälschten Reize und Wechselwirkungen von Wasser, Heilpflanzen, Bewegung, Ernährung und innerer Balance.
Dieses Schlüsselerlebnis war verantwortlich dafür, dass er fortan ohne Stillstand den Menschen, die Lebenskraft und Methoden zur Heilung und Gesundhaltung erforschte und durchdrang.
Auch wenn er sowohl damals als auch heute als Wasser-Papst in den Köpfen der Menschen verankert ist, geht seine Lehre über Wassertreten oder Blitzgüsse hinaus. Kneipp widmete sich der Heilkräuterkunde und übermittelte den Menschen den richtigen Umgang mit sich selbst: ihrem Seelenleben, ihrer Ernährung und ihrer körperlichen Betätigung. Den Pfarrer aus dem Allgäu suchten sie alle auf, die gebrechlichen Armen, die kränkelnden Reichen. Der Gottesmann half vielen von ihnen mit seinen Arzneien aus dem Schöße von Mutter Natur.
Es ist die Lehre vom richtigen und vor allem glücklichen Leben, die uns ein Mann mit auf den Weg gab, der bereits 1897, als er starb, eine Legende war. Eine Legende, die einst als Sohn eines armen Webers begann und als Heiler und Helfer gegen alle Widerstände geboren wurde.
Wasser ist ein idealer Träger von Wärme und Kälte sowie chemischer und mechanischer Reize. Im Mittelpunkt der sogenannten Hydrotherapie, der berühmten "Kneipp-Kur", stehen deshalb wohltuende Anwendungen mit warmem und kaltem Wasser. Sie regen den Kreislauf an und steigern die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers. Die Kneipp'schen Güsse wurden ebenso wie das von Kneipp propagierte Wassertreten weltberühmt.
Pflanzenkraft
Die Lehre der heilenden Wirkungen ausgesuchter Kräuter und anderer Pflanzen beruht auf Jahrtausende alten Erfahrungen. Hoch dosierte Pflanzenextrakte in weitestgehend naturbelassener Form, wie sie sich in den bewährten Rezepten Kneipps finden, sind die Basis für wirksame Heilung und aktiven Gesundheitsschutz, für äußere Schönheit und inneres Wohlbefinden.
Bewegende Momente
Als einen wichtigen Aspekt im Zusammenspiel der Elemente bewertet Kneipp die körperliche Bewegung. Diese trägt entscheidend zu einem ganzheitlich ausgewogenen Lebensstil bei. Regelmäßige körperliche Betätigungen in möglichst freier Natur sind ideal. Leichte Aktivitäten wie Wandern, Schwimmen und Radfahren sowie Training ohne Leistungsdruck unterstützen die natürliche Widerstandsfähigkeit ebenso wie das Wohlbefinden.
Innere Balance
Im Gleichklang mit dem Körper und der Natur: Das bedeutet auch, sich nach Momenten der Belastung bewusste Entlastung zu gönnen. Das innere Gleichgewicht zu stabilisieren heißt, mit sich im Reinen zu sein, Ruhe und Stille zu empfinden, zu genießen und sich ganz gezielte Auszeiten zu nehmen. Nur so kann der Körper Kraft tanken und die nötige Abwehr gegenüber äußeren Einflüssen sammeln.
Bewusste Ernährung
Eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung ergänzt den ganzheitlichen Ansatz. Kneipp ging es jedoch nicht um strenge Diäten, sondern um den ausgewogenen Genuss von gehaltvollen und möglichst fettarmen Nahrungsmitteln. Da Essen und Trinken aber von zentraler Bedeutung für Lebensfreuden sind, sollen die Mahlzeiten auf jeden Fall gut schmecken.
„So sollt ihr leben“ – Wie alles begann
Nach Bismarck war er zu Beginn des 20. Jahrhunderts der bekannteste Deutsche und zu heutigen Zeiten feiert er seine Neuentdeckung. Er ist ein Vorreiter der Bewegung, die jetzt in den modernen Spas und Thermen ihren zeitgemäßen Ausdruck findet. Der Naturapostel steht für weit mehr als eine Mode, er transportiert ein Lebensverständnis. Bevor die Werbung den Begriff Wellness erfand, trugen nahezu alle Kuren und Anwendungen seinen Namen, sein Beiname zu Lebzeiten: "Wasserdoktor". In der Heilung durch Wasser liegt auch der Ursprung aller Errungenschaften und des lebenslangen Forschens und Lehrens. Der erste Mensch, der durch die Kraft dieses Lebenselixiers von seinen Leiden befreit wurde war Kneipp selbst. Geplagt von einer damals nahezu unheilbaren Tuberkulose. Einer Krankheit, die Mitte des 19. Jahrhunderts für die meisten Menschen tödlich endete - nicht so für Sebastian Kneipp. Der damalige Theologiestudent überlebte - weil er im Winter Bäder in der Donau nahm. Die Ärzte hatten ihn schon aufgegeben, als ihm ein Buch über Wasserheilkunde in die Hände fiel. Wieder und wieder trieb es ihn in den eiskalten Fluss, geleitet von dem ungetrübten Instinkt dessen, dass nur die Kraft der Natur ihn retten würde.Dieses Schlüsselerlebnis war verantwortlich dafür, dass er fortan ohne Stillstand den Menschen, die Lebenskraft und Methoden zur Heilung und Gesundhaltung erforschte und durchdrang.
Auch wenn er sowohl damals als auch heute als Wasser-Papst in den Köpfen der Menschen verankert ist, geht seine Lehre über Wassertreten oder Blitzgüsse hinaus. Kneipp widmete sich der Heilkräuterkunde und übermittelte den Menschen den richtigen Umgang mit sich selbst: ihrem Seelenleben, ihrer Ernährung und ihrer körperlichen Betätigung. Den Pfarrer aus dem Allgäu suchten sie alle auf, die gebrechlichen Armen, die kränkelnden Reichen. Der Gottesmann half vielen von ihnen mit seinen Arzneien aus dem Schöße von Mutter Natur.
Es ist die Lehre vom richtigen und vor allem glücklichen Leben, die uns ein Mann mit auf den Weg gab, der bereits 1897, als er starb, eine Legende war. Eine Legende, die einst als Sohn eines armen Webers begann und als Heiler und Helfer gegen alle Widerstände geboren wurde.
Fünf Dinge umfassen den ganzen Menschen
Lebenselixier WasserWasser ist ein idealer Träger von Wärme und Kälte sowie chemischer und mechanischer Reize. Im Mittelpunkt der sogenannten Hydrotherapie, der berühmten "Kneipp-Kur", stehen deshalb wohltuende Anwendungen mit warmem und kaltem Wasser. Sie regen den Kreislauf an und steigern die natürlichen Selbstheilungskräfte des Körpers. Die Kneipp'schen Güsse wurden ebenso wie das von Kneipp propagierte Wassertreten weltberühmt.
Pflanzenkraft
Die Lehre der heilenden Wirkungen ausgesuchter Kräuter und anderer Pflanzen beruht auf Jahrtausende alten Erfahrungen. Hoch dosierte Pflanzenextrakte in weitestgehend naturbelassener Form, wie sie sich in den bewährten Rezepten Kneipps finden, sind die Basis für wirksame Heilung und aktiven Gesundheitsschutz, für äußere Schönheit und inneres Wohlbefinden.
Bewegende Momente
Als einen wichtigen Aspekt im Zusammenspiel der Elemente bewertet Kneipp die körperliche Bewegung. Diese trägt entscheidend zu einem ganzheitlich ausgewogenen Lebensstil bei. Regelmäßige körperliche Betätigungen in möglichst freier Natur sind ideal. Leichte Aktivitäten wie Wandern, Schwimmen und Radfahren sowie Training ohne Leistungsdruck unterstützen die natürliche Widerstandsfähigkeit ebenso wie das Wohlbefinden.
Innere Balance
Im Gleichklang mit dem Körper und der Natur: Das bedeutet auch, sich nach Momenten der Belastung bewusste Entlastung zu gönnen. Das innere Gleichgewicht zu stabilisieren heißt, mit sich im Reinen zu sein, Ruhe und Stille zu empfinden, zu genießen und sich ganz gezielte Auszeiten zu nehmen. Nur so kann der Körper Kraft tanken und die nötige Abwehr gegenüber äußeren Einflüssen sammeln.
Bewusste Ernährung
Eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung ergänzt den ganzheitlichen Ansatz. Kneipp ging es jedoch nicht um strenge Diäten, sondern um den ausgewogenen Genuss von gehaltvollen und möglichst fettarmen Nahrungsmitteln. Da Essen und Trinken aber von zentraler Bedeutung für Lebensfreuden sind, sollen die Mahlzeiten auf jeden Fall gut schmecken.
Sebastian Kneipp (1821-1897)
1821 geboren in Stephansried im Allgäu als Sohn eines Webers
1848 Beginn des Theologiestudiums
1849 Schwere Lungentuberkulose - Kneipp behandelt sich selbst erfolgreich mit Tauchbädern in der eiskalten Donau
1849 Fortsetzung der Wasserexperimente und -anwendungen
1852 Priesterweihe zu Augsburg
1855 Kneipp wird Beichtvater im Dominikanerkloster in Wörishofen; Behandlung von Kranken mit umfangreichen Wasseranwendungen
1881 Kneipp wird Pfarrer in Wörishofen
1886 Kneipps Buch „Meine Wasserkur“ erscheint und wird ein Bestseller. Das Buch wird in 14 Sprachen übersetzt, erreicht innerhalb von ein paar Jahren 63 Auflagen und bewirkt einen Patientenstrom nach Bad Wörishofen
1889 Kneipp veröffentlicht sein zweites Buch „So sollt ihr leben“ mit Ratschlägen und Grundsätzen zur gesunden Lebensweise
1890 Begegnung mit dem Würzburger Apotheker Leonhard Oberhäußer. Die beiden vereinbaren eine enge Zusammenarbeit, aus der später die Kneipp-Werke entstehen. Bis November 1890 reisen bereits über 5000 Gäste in Bad Wörishofen an
1890 Grundsteinlegung für das Priesterkurhaus (später Sebastianeum als erste Stiftung Kneipps)
1890 Gründung des Zentral-Kneipp-Vereins Wörishofen. Erscheinen der „KNEIPP-Blätter“
1891 Erste von 32 Vortragsreisen Kneipps durch ganz Europa
1894 Gründung des Internationalen Vereins Kneippscher Ärzte
1895 Richtfest der Kurklinik Kneippianeum
1897 Kneipp stirbt am 17. Juni in Bad Wörishofen
1821 geboren in Stephansried im Allgäu als Sohn eines Webers
1848 Beginn des Theologiestudiums
1849 Schwere Lungentuberkulose - Kneipp behandelt sich selbst erfolgreich mit Tauchbädern in der eiskalten Donau
1849 Fortsetzung der Wasserexperimente und -anwendungen
1852 Priesterweihe zu Augsburg
1855 Kneipp wird Beichtvater im Dominikanerkloster in Wörishofen; Behandlung von Kranken mit umfangreichen Wasseranwendungen
1881 Kneipp wird Pfarrer in Wörishofen
1886 Kneipps Buch „Meine Wasserkur“ erscheint und wird ein Bestseller. Das Buch wird in 14 Sprachen übersetzt, erreicht innerhalb von ein paar Jahren 63 Auflagen und bewirkt einen Patientenstrom nach Bad Wörishofen
1889 Kneipp veröffentlicht sein zweites Buch „So sollt ihr leben“ mit Ratschlägen und Grundsätzen zur gesunden Lebensweise
1890 Begegnung mit dem Würzburger Apotheker Leonhard Oberhäußer. Die beiden vereinbaren eine enge Zusammenarbeit, aus der später die Kneipp-Werke entstehen. Bis November 1890 reisen bereits über 5000 Gäste in Bad Wörishofen an
1890 Grundsteinlegung für das Priesterkurhaus (später Sebastianeum als erste Stiftung Kneipps)
1890 Gründung des Zentral-Kneipp-Vereins Wörishofen. Erscheinen der „KNEIPP-Blätter“
1891 Erste von 32 Vortragsreisen Kneipps durch ganz Europa
1894 Gründung des Internationalen Vereins Kneippscher Ärzte
1895 Richtfest der Kurklinik Kneippianeum
1897 Kneipp stirbt am 17. Juni in Bad Wörishofen


